Standort Raabs | Lindenhof

, Copyright Helmut Lackinger , Copyright NLK St. Pölten, Foto: Schleich , Copyright Thomas Samhaber, St. Martin

Raabs - Rakousko/Österreich: das „Land hinter Raabs“

So wurde das bereits im 11. Jahrhundert schriftlich genannte Städtchen an der Thaya zum Namensgeber Österreichs auf Tschechisch. Heute präsentiert sich Raabs als beliebter Urlaubsort. Ein besonderes touristisches Ziel ist der malerische Lindenhof, Schauplatz der Niederösterreichischen Landesausstellung 2009: Bis zurück in die Romanik reicht die Baugeschichte der historischen Pfarrresidenz mit ihren eindrucksvollen Gartenanlagen.

Die Grenze

In Raabs wurde das Thema vertieft. Hier, an der Thaya, drehte sich alles um die Grenze. Es ging um die konkrete, physische Grenze, das Leben an und mit der toten Grenze, das Los des Grenzers und die Hoffnung, einmal grenzenlos zu leben.

Die „Grenze“ aber auch im übertragenen Sinn: ideologisch, moralisch, ethisch, die Grenzen in unseren Köpfen, Nationalismen, Symbole, Abschottung, Ghetto, gemeinsame Traditionen, Sprache, Kultur, totalitäre Regime und ihre Überwindung. Die Identifikation mit dem gemeinsamen Ganzen.

Über persönliche Erinnerungsstücke schafften wir eine Verbundenheit mit dem Thema und auch mit etwas, was wir „gemeinsame Heimat“ nennen könnten – den niederösterreichischsüdböhmisch- südmährischen Raum. Daher auch der Untertitel der Schau: geteilt – getrennt – vereint. Raabs war Trennung und Brücke zugleich: Die Ausstellung betrachtete die verschiedenen Religionen, Kulturen, Menschen und Ideologien und wurde damit zur Brücke zwischen Österreich und Tschechien.

 

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