Carnuntum - im Osten Niederösterreichs an der Donau zwischen Wien und Bratislava - ist die größte archäologische Landschaft Österreichs und somit die bedeutendste Präsentationsstätte des Landes auf dem Gebiet der Altertumsforschung.
Bis zum Jahr 2011 wird jedes Jahr ein Stück mehr vom einstigen Glanz Carnuntums gezeigt. Die Besucher können den Archäologen zusehen, wie sie längst vergessene Spuren des antiken Lebens entdecken und betreten originalgetreu rekonstruierte Bauten, die zeigen, welch hoch entwickelte Kultur die Römer bereits hatten.
Zeitreisen in die Welt der Römer gewähren spannende Einblicke in deren politisches und gesellschaftliches Leben, in ihre Kultur, ihre Religion und ihren Alltag.
Freilichtmuseum Petronell
Südländisches Flair, mediterrane Lebensfreude und eindrucksvolle Zeugen römischer Lebenskultur: Die Besucher flanieren über die antiken Straßen, vorbei an Villen und Thermen und staunen über den Luxus in römischen Bürgerhäusern.
Besondere Attraktionen sind zahlreiche wieder aufgebaute römische Gebäude, die einen Blick in den Alltag römischer Bürger erlauben. Höhepunkte auf dem Rundgang sind das Haus von Lucius, einem Tuchhändler aus Carnuntum, sowie der Besuch der villa urbana. Besonders reizvoll sind auch die römischen Gärten.
Damit das ‚echte’ Carnuntum zum Leben erwacht, arbeiten Fachleute nach den Prinzipien der experimentellen Archäologie – eine sehr aufwändige Methode, die weltweit nur selten angewendet wird. Auch bei der Gestaltung der Gärten werden nur Pflanzen gesetzt, deren Spuren bei den Grabungen gefunden wurden. Für ein möglichst authentisches Aussehen der Gärten wird bei der Pflanzung ausschließlich Saatgut verwendet, das durch die Rückzüchtung moderner Pflanzen gewonnnen wird.
Bis zum Jahr 2011 wird der erfolgreiche Weg mit einer großen Vision und beträchtlichen Investitionen fortgesetzt. Die einst blühende römische Donaumetropole wird Stück für Stück zum Leben erweckt.
Museum Carnuntinum
Ein Höhepunkt der Zeitreise zu den Römern ist ein Besuch des Museums Carnuntinum in Bad Deutsch-Altenburg. Das Schatzhaus des Archäologischen Parks Carnuntum wurde vom Architekten Friedrich Ohmann im Stil einer römischen Landvilla erbaut und bereits im Jahr 1904 von Kaiser Franz Joseph eröffnet.
Einzigartige Fundstücke aus dem antiken Carnuntum können hier bewundert werden. Schmuck, Werkzeuge, Waffen sowie Kultgegenstände wurden in akribischer Kleinarbeit restauriert und machen Lust, jene Schätze zu erleben, die uns von den Römern erhalten blieben.
Die Kulturfabrik Hainburg ist ein inspirierender Ort direkt an der Donau - Treffpunkt für anregenden Gedankenaustausch, Bühne für kunstvolle Inszenierungen und vor allem Schauplatz für genussvolle Momente.
Die ehemalige Tabakfabrik beeindruckt durch Eleganz und Leichtigkeit. Gusseiserne Säulenkolonnaden durchziehen die einstigen Werkshallen, die Räume sind großzügig, konsequent funktionell und von schlichter Schönheit.
Die Glasterrasse zur Donau gewährt faszinierende Ausblicke auf den Nationalpark Donau-Auen. Die Glasdecke zum Atrium ermöglicht Einblicke in die Welt der Wissenschaft. Kulturfabrik-Besucher schauen Wissenschaftern und Restauratoren buchstäblich über die Schulter, wenn diese die reichen Funde aus Roms Donaumetropole Carnuntum erforschen.
Der in Terrassen angelegte Platz vor der Kulturfabrik ist Schauplatz für stimmungsvolle Veranstaltungen, kulinarische Genüsse und Begegnung im öffentlichen Raum – ähnlich dem Museumsquartier in Wien.
Wechselnde Sonderausstellungen und ein abwechslungsreicher Kulturkalender machen die Kulturfabrik Hainburg zu einem beliebten Treffpunkt für die Bewohner und Gäste der Donauregion Auland-Carnuntum.