Museumspädagogik

Ziel der Museumspädagogik ist es, die unterschiedlichen Inhalte der Landesschau für Kinder und Jugendliche leicht verständlich und spannend zu vermitteln. Die Vermittlungsangebote orientieren sich am österreichischen Lehrplan. Sie bieten LehrerInnen wie SchülerInnen die Möglichkeit, vieles über die Geschichte der Römer in Österreich, wie auch deren Kulte und die vielen Formen von Entdeckungen und Eroberungen von der Urgeschichte bis ins 21. Jahrhundert zu erfahren.

Buchungen:
Hauptstraße 1A
2404 Petronell-Carnuntum
Tel. +43 (0)2163 3377-799
Fax. +43 (0)2163 3377-5
buchung@noe-landesausstellung.at

 

FREILICHTMUSEUM PETRONELL

Ein Besuch in Carnuntum holt die Römer ins Hier und Jetzt: architektonische Meisterwerke, romantisch verklärte Ruinen und kostbare Ausstellungsschätze. Angepasst an die Bedürfnisse der verschiedenen Altersgruppen bietet der Archäologische Park und das Museum Carnuntinum für alle Schulstufen und Kindergärten das passende Programm.

Kinder 6-10 Jahre (Volksschulen)*

Junge Römer in Carnuntum
Bei spannenden Aktivitäten entdecken die Kinder den römischen Alltag in Carnuntum. Die jungen „Römer“ legen eine Toga an, probieren römische Spiele aus und vieles mehr. Auf spannende Art und Weise und mit Hilfe zeitgemäßer Museumspädagogik werden die alten Römer „zum Leben erweckt“.

Dauer: 1h15min
* auch für Kindergartenkinder geeignet. Das Programm wird der Altersgruppe angepasst und vereinfacht.

Jugendliche 11-14 Jahre (Hauptschule und AHS-Unterstufe) und Junge Erwachsene 15-19 Jahre (allgemeinbildende und berufsbildende höhere Schulen, Lehrlinge, etc.)

Die Stadt lebt! - Erlebnistour durch das Freilichtmuseum Petronell
Im Rahmen einer faszinierenden Tour durch ein römisches Stadtviertel können ein Bürgerhaus, eine prächtige Stadtvilla und eine öffentliche Thermenanlage besucht werden. Die Rekonstruktionen dieser Gebäude in Carnuntum sind keine fiktiven Kulissen, sondern voll funktionstüchtige, bewohnbare Häuser. Ergänzt wird der lebendige Eindruck durch aufwändig rekonstruierte römische Gartenanlagen. Darüber hinaus sollen inhaltliche Schwerpunkte wie etwa Mode und Schönheit, Badekultur und Hygiene oder Ernährung und Brauchtum das Lernziel vertiefen.

Dauer: 1h15min

MUSEUM CARNUNTINUM

Kinder 6-10 Jahre (Volksschulen)

Das Museum lebt! – Erlebnistour durch das Museum Carnuntinum
Auf zwei Etagen präsentiert das größte Römermuseum Österreichs spektakuläre Fundstücke aus der Welt der Archäologie zum Thema Religion und Kulte. Bei einer - der jeweiligen Altersstufe angepassten - Führung tauchen die Schüler in die römische Götterwelt ein und können dabei eine „Schatztruhe“ voll mit wertvollen Gegenständen aus der Römerzeit öffnen. Alle, die schon immer einmal Römer sein wollten, können jetzt in antiker Gewandung selbst eine Opferzeremonie leiten!

Dauer: 1h15min

Jugendliche 11-14 Jahre (Hauptschule und AHS-Unterstufe) und Junge Erwachsene 15-19 Jahre (allgemeinbildende und berufsbildende höhere Schulen, Lehrlinge, etc.)

„Götterbilder – Menschenbilder“
Bereits 1904 eröffnet, bietet das „Schatzhaus“ von Carnuntum mit dem großzügig angelegten Museumsgarten und dem Lapidarium (Sammlung von Steindenkmälern) ein einmaliges Ambiente. Die neue Ausstellung „Götterbilder - Menschenbilder“ bietet mit virtuellen Rekonstruktionen und bildlichen Darstellungen einen imposanten Querschnitt durch die römischen Glaubensvorstellungen. Themen wie etwa: römischer Götterhimmel, Aberglaube und Magie, Kultplätze und Weihepraxis werden im Rahmen dieser Führung altersgerecht und eindrucksvoll vermittelt.

Dauer: 1h15min

Gratis Rätselheft
Für Kinder von 6-9 und von 10-14 Jahre gibt es die beliebten Rätselhefte. Damit wird der Ausstellungsrundgang durch das Museum Carnuntinum zu einem ganz persönlichen Erlebnis.

Interaktiver Ausstellungsrundgang
Für Kinder und Jugendliche gibt es interaktive Bereiche, die eine intensive Auseinandersetzung mit speziellen Themen bzw. einzelnen Objekten ermöglichen. Die jungen BesucherInnen werden angeregt, selbständig Inhalte zu hinterfragen und lernen, mittels spielerischer Elemente, sich näher mit diesen zu befassen.


KULTURFABRIK HAINBURG

Das Kulturvermittlungsteam der Kulturfabrik Hainburg bietet allen SchülerInnenInnen ein auf drei Altersgruppen (6-10 Jahre/ 11-14 Jahre/ junge Erwachsene) abgestimmtes Aktivprogramm inklusive Führung durch die Ausstellung. Dabei werden den Kindern und Jugendlichen die Ausstellungsinhalte auf interessante und altersgerechte Weise näher gebracht:

Kinder 6-10 Jahre (Volksschulen)*
Die Kinder entdecken vergangene Welten und erleben, wie verschiedene Völker Land erobert haben, um es zu besiedeln. Wertvolle Gräberfunde zeugen von der großen Kunstfertigkeit dieser Völker. Dabei wurde reger Handel betrieben und so manche Ware auf der berühmten Bernsteinstrasse, die bei Carnuntum über die Donau führt, von Norden nach Süden gebracht. Ein Abstecher führt die Kinder in das mittelalterliche Hainburg, dessen alte Stadtmauer spannende Geschichten zu erzählen weiß. Anschließend begeben sie sich auf die Spuren des bedeutenden Entdeckers James Cook und gehen mit dem österreichischen Naturforscher Johann Natterer auf eine abenteuerliche Expedition nach Brasilien. Das Schiff „Tegetthoff“, als Modell in der Ausstellung zu sehen, hat seinerzeit die berühmten Forscher Payer und Weyprecht in den hohen Norden gebracht. Ihre Abenteuer im Eis können die Kinder durch lebhaft präsentierte Ausstellungsstücke hautnah erleben. Im museumspädagogischen Raum stellen die Kinder ein Schmuckstück aus Kupferdraht als Andenken an den Ausstellungsbesuch her. Weiters geben Gegenstände zum Angreifen, wie beispielsweise ein echter Bernstein, Gelegenheit die Kinder auf die Führung vorzubereiten oder sie erlebnisreich abzuschließen.

Dauer: 1h15min
* auch für Kindergartenkinder geeignet. Das Programm wird der Altersgruppe angepasst und vereinfacht.

Jugendliche 11-14 Jahre (Hauptschule und AHS-Unterstufe)

Die Jugendlichen erfahren durch eindrucksvolle archäologische Funde von den kulturellen Errungenschaften der Völkerwanderungszeit (Germanen, Hunnen, Awaren, Langobarden). Weiters werden ihnen deren Waffentechnik und die kunstvolle Verarbeitung verschiedener Materialien näher gebracht. Während der osmanischen Eroberungen im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Stadt Wien zweimal belagert. Die Jugendlichen erfahren durch anschauliche Objekte mehr von dieser Zeit und über die handelnden Personen wie Sultan Süleyman, Kara Mustafa, Kaiser Leopold I. und vor allem Prinz Eugen. In weiterer Folge haben sich die Bemühungen im Bereich des Bergbaus als wesentlicher wirtschaftlicher Faktor gezeigt. Silber und Kupfer wurden zu wichtigen Handelsgütern. Bedeutende Entdeckungen werden im zweiten Teil der Ausstellung thematisiert. Missionare drangen als Erste in für uns fremde Weltgegenden vor. Später hat es immer mehr Abenteurer und vor allem Forscher in unbekannte Länder gezogen. Die Sammlungen des James Cook reichen von einer so genannten Rennechse aus Hawaii bis zu einem Angelhaken aus Neukaledonien. Der Naturforscher Johann Natterer hat sich besonders durch seine Forschungen in Brasilien einen Namen gemacht. Auf dem Weg zu ihrer Vermählung mit dem portugiesischen Kronprinzen war auch Erzherzogin Leopoldine in diesem fernen Land. Mit der Entdeckung des „Franz-Josef-Landes“ fand die abenteuerliche und entbehrungsreiche Reise von Carl Weyprecht und Julius Payer in das ewige Eis der Arktis ein glückliches Ende. Im museumspädagogischen Raum stehen den Jugendlichen anschauliche Karten und Gegenstände zum Angreifen zur Verfügung. Weiters können sie als Andenken ein Schmuckstück aus Kupferdraht oder Kupferblech anfertigen.

Dauer: 1h15min

Junge Erwachsene 15-19 Jahre (allgemeinbildende und berufsbildende höhere Schulen, Lehrlinge, etc.)
Das Vermittlungsangebot gibt den Jugendlichen die Möglichkeit, die unterschiedlichen Aspekte des Eroberns und Entdeckens kennen zu lernen. Die ersten Siedlungsspuren weisen weit in die vorrömische Zeit zurück. Während der Zeit der Völkerwanderung haben Germanen, Hunnen aber vor allem Awaren und Langobarden auch in der Region Römerland Carnuntum eindrucksvolle Spuren hinterlassen. Sowohl die hohe Kunstfertigkeit bei der Schmuck- und Waffenherstellung, als auch die eindrucksvollen Grablegungen geben Zeugnis über wichtige kulturelle Leistungen. Am Beispiel des bedeutenden europäischen Handelsweges, der Bernsteinstraße, die von der Ost- bzw. der Nordsee über Carnuntum und Scarabantia (Sopron) nach Aquileia (im heutigen Italien) geführt hat, erfahren die Jugendlichen spannende Details über Transportmöglichkeiten und Handelsgüter. Im 16. und 17. Jahrhundert dominieren die osmanischen Eroberungsfeldzüge das europäische Geschehen. Waffentechniken (Reflexbogen) und militärische Organisation geben Einblick in die osmanische Politik dieser Zeit. Am Beispiel von Hainburg a. d. Donau wird gezeigt, wie dramatisch sich diese Ereignisse auf die Bevölkerung ausgewirkt haben. Nach den Eroberungen folgten verschiedene Formen der Entdeckungen, die zuerst Missionare, dann Forscher und Abenteurer in ferne Weltgegenden gelockt haben. Beispielhaft werden die Entdeckungen von James Cook thematisiert. Außerdem erfahren die Jugendlichen mehr von den bedeutenden Erkenntnissen des berühmten Naturforschers Johann Natterer und das eindrucksvolle Leben der Weltreisenden und Forscherin Ida Pfeiffer. Vor allem die Reise der Erzherzogin Leopoldine nach Brasilien, anlässlich ihrer bevorstehenden Vermählung mit dem portugiesischen Kronprinzen Dom Pedro, hat eine große Sammlung an verschiedensten Artefakten nach Wien gebracht. Ausführlich wird die bedeutende Nordpol-Expedition durch Weyprecht und Payer mit der Entdeckung des „Franz-Josef-Landes“ behandelt.

Dauer: ca. 1h15min

Gratis Rätselheft
Für Kinder von 6-9 und von 10-14 Jahre gibt es wieder die beliebten Rätselhefte. Damit wird der Ausstellungsrundgang zu einem ganz persönlichen Erlebnis.

Interaktiver Ausstellungsrundgang

Für Kinder und Jugendliche gibt es interaktive Bereiche, die eine intensive Auseinandersetzung mit speziellen Themen bzw. einzelnen Objekten ermöglichen. Die jungen BesucherInnen werden angeregt, selbständig Inhalte zu hinterfragen und lernen, mittels spielerischer Elemente, sich näher mit diesen zu befassen.