Schloss Marchegg, Standort der NÖ Landesausstellung 2022, wird aktuell umfassend restauriert und revitalisiert. Spannende Einblicke gibt es im Baustellen-Tagebuch.

Baustellen-Tagebuch Schloss Marchegg

Schloss Marchegg im wunderschönen Marchfeld ist Standort der Niederösterreichischen Landesausstellung 2022. Bis Frühjahr 2022 wird es umfassend restauriert und revitalisiert. Welche Maßnahmen werden gesetzt? Was muss man bei der Renovierung eines Denkmals beachten? Welchen Einfluss hat die Baustelle auf die Störche? 
Erfahren Sie es in unserem Baustellen-Tagebuch!

Zeugen vergangener Zeit

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Burgtheaterfiguren in Marchegg

Die ursprünglich aus dem alten Burgtheater stammenden Figuren am Zaun vor dem Schloss Marchegg werden abgebaut, restauriert und einer professionellen Reinigung unterzogen. Denn die Fundamente dieser Figuren wurden über die Zeit brüchig.
Nach der Reinigung und der Erneuerung der Fundamente werden die schönen Skulpturen restauriert, mit Kalkschlämme gefasst und wieder aufgebaut.

Restauration des feinen Schmucks

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Deckenverzierungen Schloss Marchegg

Im ganzen Schloss wurden auch Stuckrestaurierungen durchgeführt. So finden sich zum Beispiel vor der Kapelle im ersten Stock und im Raum vor dem Festsaal zahlreiche filigrane Stuckarbeiten, wie etwa Details von Blättern und Ranken.Im Laufe der Jahre wurden jedoch viele Farbschichten aufgetragen und so waren die Details nur mehr schwer erkennbar.Mit einem kleinen Heißdampfreiniger wurden die Farbschichten nun entfernt und freigelegt. Danach konnte der Stuck historisch korrekt restauriert, ergänzt und gefestigt werden.

Sichere Mauer um Marchegg

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Stadtmauer Marchegg
Auch ein Großteil der Stadtmauer rund um Marchegg wird derzeit saniert.
Die bis zu acht Meter hohe Stadtmauer wird gereinigt und vom Bewuchs befreit, der das Mauerwerk im Laufe der Jahre stark in Mitleidenschaft gezogen hat. Lose Steine werden fixiert und die Mauerkrone wird gesichert.
Auch die beiden erhaltenen Tore – das Wiener Tor und das Ungar Tor – werden renoviert.

Diana - Göttin der Jagd

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Diana-Statue Schlosshof Marchegg
Im Garten des Schlosses Marchegg befindet sich eine Diana-Steinfigur.
In der römischen Mythologie ist Diana die Göttin der Jagd, des Mondes und der Geburt, außerdem beschützt sie Frauen und Mädchen.
Die Statue wurde mit der Methode der Vierung restauriert. Das heißt, dass bei beschädigten Bereichen der Statue ein neues Steinstück eingesetzt wird, dessen Form aber erst nach dem Einbau modelliert wird.

Blick in die Au vom Pavillon

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barocker Pavillon Schloss Marchegg
Der barocke Pavillon wurde ebenfalls samt seiner Terrasse, die ihre ursprüngliche Steinbalustrade zurückbekommt, renoviert.
Von hier aus eröffnet sich ein herrlicher Blick auf das umliegende WWF Auenreservat Marchegg.

Für den Festsaal

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Konstruktion zur Stucksanierung im Festsaal Schloss Marchegg
Der imposante Festsaal hat eine stolze Raumhöhe von 7,8m. Im 164m² großen Raum wurde eine riesige Plattform errichten, damit die Stuckdekorationen an der Decke restauriert werden können. Insgesamt arbeiteten drei Personen zeitgleich daran, die historischen Stuckelemente zu renovieren. Das Ergebnis kann bei der NÖ Landesausstellung 2022 bestaunt werden.

Die Trockenlegung

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Schritte zur Trockenlegung
Ein weiterer wichtiger Schritt bei den Renovierungsarbeiten war die Trockenlegung. Die Feuchtigkeit musste aus den Wänden. Für die teilweise 2,2m dicken Mauern wurde hier als nachhaltige Renovierung einige Tricks angewandt, denn eine klassische Trockenlegung war aufgrund des Denkmalschutzes nicht möglich.
Daher wurden folgende Schritte durchgeführt:
    1. Die, in den 50ern Jahren, aufgetragenen Zementputze, Teeranstriche und Teerpappe wurden entfernt, da diese Feuchtigkeit in den Mauern einsperren.
      Anschließend konnte der historisch korrekte Kalkputz aufgetragen werden. Jetzt können die Mauern wieder „atmen“.
    2. Unter den Fußböden im Erdgeschoss wurde ein Unterbau mit Glasschaumschotter erstellt. Dieser saugt keine Feuchtigkeit vom Boden auf und isoliert die Wärme.
    3. Neben den Estrichen wurde ein 10-15cm breiter Verdunstungsstreifen mit Kies geschaffen. So kann die Feuchtigkeit verdunsten anstatt unter die Böden nicht ins Mauerwerk gedrückt zu werden.
    4. In allen Innenräumen wurden die Sockelbereiche temperiert und um die Fassade des Schlosses wurde ein Schotterstreifen geschüttet. Die undichte Terrasse vor dem Pavillon wurde abgedichtet und die Ableitung des Regenwassers wurde verbessert.

    Der größte Vorteil der Trockenlegung ist, dass das Schloss nun ganzjährige genutzt werden kann.

    Sonnenuhr des Innenhofs in neuem Glanz

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    Sonnenuhr im Innenhof des Schlosses Marchegg
    Die wunderschöne Sonnenuhr im Innenhof des Schlosses wird ebenfalls restauriert.
    Im Jahr 1920 wurde die Fassade im Bereich der Sonnenuhr das letzte Mal erneuert, wobei leider Teile der alten Uhr überdeckt wurden. Diese Bereiche werden nun wieder freigelegt und restauriert.
    Die Sonnenuhr befindet sich gegenüber der Eingangshalle und ist mit dem Jahr 1628 bezeichnet. Dort findet sich der lateinische Spruch „Venit hora qua vita finit“, das bedeutet „Es kommt die Stunde, in der das Leben endet."

    Eine "alte" Farbe für das Schloss

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    Westfassade Schloss Marchegg
    Die Westfassade des Schlosses hat ihren neuen Anstrich bekommen. Der Gelbton der Fassade stammt aus der Zeit der 1920er bis 1950er Jahre. Unter dem Gelb konnten wir frühere Farbtöne finden, so zum Beispiel aus der Barockzeit. Denn in einigen Jahrhunderten hatte die Schlossfassade einen warmen Grau bzw. Weißton.
    Auch die Südfassade erstrahlt schon im neuen Farbton. Der 517m² große Innenhof wurde ebenfalls komplett eingerüstet, saniert und hat denselben neuen Anstrich in warmem Grau.

    Mehr Raum für die Schlosskapelle

    Kapelle_c-Felix-Reinicke.jpgIn der Kapelle des Schlosses wurde in den 1950er Jahren ein Zwischenstock eingezogen, um mehr Fläche zu schaffen. Daraufhin wurde im ersten Stock die Jagdkapelle eingerichtet und das Erdgeschoss wurde als Lagerraum verwendet. Auch hier soll die Kapelle ihre historische Ursprungsform bis zur Eröffnung wieder erlangen. Der Zwischenstock wurde entfernt und die Kapelle erstrahlt wieder in voller Raumhöhe von 10,15m

    Rückkehr der steinernen Terrassenbalustrade

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    Balustradenteile der Terrasse am Schloss Marchegg
    Die Steinbalustrade der Schlossterrasse musste bereits ca. um 1900 vereinzelt einer eisernen Wendeltreppe weichen. Vor einigen Jahrzehnten wurde die Balustrade komplett demontiert und lag seither im Schlossgarten. In der Werkstätte eines Steinrestaurators wird sie nun wieder hergestellt und fehlende Teile werden ergänzt. Bis zur Eröffnung der NÖ Landesausstellung wird die ursprüngliche Form der Steinbalustrade (d.h. vor Einbau der Wendeltreppe) wiederhergestellt.

    Restaurierung der Kachelöfen

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    Kachelöfen im Schloss Marchegg
    Auch die beiden Kachelöfen wurden im Zuge der Renovierung abgebaut. Sowohl der kleinere Walzenofen (ca. Mitte des 19. Jhdt.) als auch der große Rokkoko-Ofen (ca. Ende 18. Jhdt.) mit den kunstvollen Ornamenten werden für den Wiederaufbau nach der Niederösterreichischen Landesausstellung 2022 restauriert.


    April 2021

    Tafelparket_c-Felix-Reinicke.jpg… seit der Fertigstellung vom Schlossdach wurden die Renovierungsarbeiten im Schloss Marchegg weiter fortgesetzt. Unter anderem wurde das Tafelparkett aus den Prunkräumen, das noch teilweise aus dem Barock stammt, in einer Werkstätte restauriert: Das vorhandene Material wurde ausgebessert, zudem werden fehlende Tafelparkettbestände nachgebaut und ergänzt.

    März 2021

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    März 2021

    Die Arbeiten am Schlossdach sind fertig gestellt – gerade zur rechten Zeit, denn die Weißstörche sind wieder zurück! In den nächsten Tagen werden immer mehr Heimkehrer ihre Horste auf dem Dach und in den alten Baumkronen des Schlossparks beziehen und mit ihren eigenen Ausbesserungsarbeiten beginnen. Von den Gerüsten an der Fassade und den laufenden Bauarbeiten lassen sich die Tiere nicht aus der Ruhe bringen, wie man auf diesem Foto sieht.

    Frag Felix – Folge 6

    © Pixel + Pony | Michi Hatzenbichler

    Marchegg beherbergt Mitteleuropas größte auf Bäumen brütende Weißstorch-Kolonie. Die Weißstörche brüten nicht nur im WWF Auenreservat, sondern auch auf dem Dach des Schlosses und in den Bäumen des Schlossparks. In Folge 6 unserer Video-Serie „Frag Felix“ beantworten Felix Reinicke, Leiter des Bauamts Marchegg, und Judith Michaeler-Teixeira von der Stadtgemeinde Marchegg, die Frage, ob die Baustelle gefährlich für die imposanten Vögel ist.

    Frag Felix – Folge 5

    © Pixel + Pony | Michi Hatzenbichler

    Welche Bereiche des Schlosses werden eigentlich renoviert? Und wie genau wird das Schloss Marchegg nach der NÖ Landesausstellung genutzt werden? 
Die Antwort gibt es im Video!

    Frag Felix – Folge 4

    © Pixel + Pony | Michi Hatzenbichler

    Der wunderschöne Schlosspark ist nicht nur bei den BesucherInnen, sondern auch bei den Störchen und anderen Tieren beliebt. In Folge 4 beantworten wir die Frage, welche Änderungen im Schlosspark geplant sind.

    Frag Felix – Folge 3

    © Pixel + Pony | Michi Hatzenbichler

    Wie lange wird die Renovierung des Schlosses dauern? Und was passiert eigentlich mit den ehemaligen Wohnungen im Erdgeschoss? Felix Reinicke, Leiter des Bauamts in Marchegg, beantwortet wieder einige spannende Fragen der Social Media Community.

    Februar 2021

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    © Region Marchfeld

    Baustellen-Update: Der 1968 im Schloss Marchegg eingebaute Stahlbeton-Balkon ist bereits entfernt! Bei der Restaurierung von Schloss Marchegg werden historisch fehlerhafte Einbauten wieder korrigiert, weil großen Wert auf eine historisch akkurate Restaurierung gelegt wird.

    Frag Felix – Folge 2

    © Pixel + Pony | Michi Hatzenbichler

    Die Störche auf den Dächern und im Park von Schloss Marchegg sind mittlerweile berühmt. Was nur wenige wissen: Im Dachstuhl des Bauwerks nisten Fledermäuse! Was das für die Bauarbeiten bedeutet, verrät Judith-Michaeler Teixeira von der Stadtgemeinde Marchegg im Video.


    Frag Felix – Folge 1

    © Pixel + Pony | Michi Hatzenbichler

    „Warum wird das Schloss nicht gelb gestrichen?“ Diese und weitere Fragen haben uns über Social Media erreicht. In der Video-Serie „Frag Felix“ wird Felix Reinicke, Leiter des Bauamts in Marchegg, die häufigsten Fragen beantworten.

    Januar 2021

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    © Region Marchfeld

    Die Renovierungsarbeiten liegen perfekt im Zeitplan! Das Timing ist enorm wichtig bei einem Projekt dieser Größe, schließlich wird das gesamte Schloss renoviert:

    Neben der umfassenden Fassadenrenovierung werden etwa im kleinen Innenhof die historischen Rundbögen wieder geöffnet und auch die vermauerten Fensteröffnungen wieder aufgemacht. Die umfangreichen Arbeiten am Dach sind genauestens auf die Winterruhe der Fledermäuse und der Störche abgestimmt, die auf dem Dach bzw. im Dachstuhl leben. In den Innenräumen werden beispielsweise die fehlerhaften, nachträglichen Einbauten, die größtenteils aus den 50er-Jahren stammen, wieder entfernt. 
Zudem wird eine Heizung eingebaut und das gesamte Schloss wird barrierefrei erschlossen.

    Winter 2020

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    © Felix Reinicke

    Baustellen-Update: Im Frühjahr 2022 wird Schloss Marchegg in neuem Glanz erstrahlen. Einige wenige Stücke müssen allerdings noch etwas länger auf ihren großen Auftritt warten. 

Das barocke Deckengemälde aus der ehemaligen Kapelle wird vor Beginn der Bauarbeiten demontiert und im Lauf der nächsten Monate umfassend restauriert. 2023 kann das eindrucksvolle Werk wieder im Schloss bestaunt werden.

    Oktober 2020

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    © NLK Pfeiffer

    Offizieller Startschuss für die Vorbereitungen auf die NÖ Landesausstellung 2022!

    Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner führt mit dem Bürgermeister von Marchegg, Gernot Haupt, dem Landtagsabgeordneten René Lobner und mit Guido Wirth, von der NÖ Landesausstellung, den Spatenstich für die kommende Landesausstellung 2022 beim Schloss Marchegg durch.

    August 2020

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    © Kurt Farasin

    Die berühmten Marchegger Störche sind ein wichtiger Faktor bei der Planung der Renovierungsarbeiten. Sobald sie Ende August zu ihrem Winterquartier nach Afrika aufbrechen können die Arbeiten am Dach des Schlosses beginnen! Wenn die Weltenbummler Mitte März zurückkehren, werden die Dacharbeiten abgeschlossen sein. Dann werden die Störche ihre eigenen Renovierungsarbeiten durchführen und ihre Horste für die Brutzeit vorbereiten.

    Juli 2020

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    © Felix Reinicke

    Baustellen-Update: Um die Fassade des Barockjuwels historisch korrekt zu restaurieren, muss zuerst eine sogenannte Musterachse erstellt werden. Diese hier auf dem Foto gut zu sehen. 

Die Musterachse ist ein Teil der Fassade, an der verschiedene Untersuchungen durchgeführt und Materialien erprobt werden, die dann in die Ausschreibung der Fassadensanierung einfließen und das Sanierungskonzept bilden. Außerdem bildete die Musterachse die Entscheidungsgrundlage für die neue Fassadenfarbe – Schloss Marchegg erhält einen warmen Grauton.

    Juni 2020

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    © Felix Reinicke

    Baustellen-Update: Um die barocken Balustraden und Skulpturen des Schlosses zu restaurieren, wurden sie aus dem Schlosspark geborgen. Die kunstvoll gefertigten Steinskulpturen werden nun vorsichtig gereinigt, fehlende Stellen werden ergänzt und nicht korrekt ausgeführte Kittungen werden korrigiert. Schließlich werden sie mit einer Kalkschlämme gefasst um sie optimal vor Wettereinflüssen zu schützen.

    Sommer 2020

    © Pixel + Pony | Michi Hatzenbichler

    Schloss Marchegg aus der Storchenperspektive: Das Bauwerk ist eingebettet in das WWF Auenreservat Marchegg, ein 1.100 ha großes Naturschutzgebiet.

    April 2020

    Fassadenrenovierung-c-Kurt-Farasin.jpg
    © Kurt Farasin

    Baustellen-Update: Spannende Dinge passieren gerade im Schloss Marchegg. Die Arbeiten am Schloss haben bereits begonnen und mit ihnen die Fassadenrenovierung des Barockjuwels. 


    Historische Fassadenrenovierung benötigt viel Fachwissen. Es ist nicht nur wichtig, die Fassade optisch zu renovieren, sondern auch die zahlreichen Bauphasen der historische Bausubstanz vor Wettereinflüssen zu schützen und damit dauerhaft zu sichern. In einem interessanten Prozess wird zunächst, unter Absprache mit dem Denkmalamt, Farbton und Zusammensetzung der Putze eruiert. Danach kann es losgehen!

    April 2019

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    © Felix Reinicke

    Im Vorfeld der Renovierung wurde das Schlossgelände per Georadar und Geomagnetik geophysikalisch untersucht. Ziel war es, das archäologische Potential der Flächen zu erfassen und damit Grundlagen für eine denkmalschutzgerechte Planung des Projektes zu schaffen.

    
Beide Techniken zählen zu den nicht-invasiven = zerstörungsfreien Prospektionsmethoden. Schaufel und Spitzhacke waren für diese Messungen also nicht notwendig. Das Foto zeigt die Geomagnetik im Einsatz, mit der die Veränderung der Stärke des magnetischen Feldes vor Ort gemessen werden. Dabei wurde nach archäologisch relevanten Anomalien Ausschau gehalten. Im Bereich des Schlossplatzes deuten die Funde beispielsweise auf einen unter der Oberfläche liegenden Komplexbau mit Steinarchitektur hin.

    Herbst 2018

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    © Felix Reinicke

    Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 haben zahlreiche Vorarbeiten am Schlossgelände begonnen. Ein Denkmal wie das Schloss Marchegg zu renovieren erfordert nämlich umfangreiche Vorbereitung. Sämtliche Veränderungen, die den Bestand (Substanz), die überlieferte (gewachsene) Erscheinung oder die künstlerische Wirkung des Denkmals beeinflussen könnten, bedürfen einer Bewilligung des Bundesdenkmalamtes.

    Eine genaue Bestandsaufnahme und historische Erhebung war daher die essenzielle Basis für die Planung von Erhaltungs- und Veränderungsmaßnahmen am Schloss Marchegg. Dazu zählt die Bauaufnahme sowie bauhistorische, restauratorische und archäologische Untersuchungen. Zahlreiche ExpertInnen waren an den Arbeiten beteiligt: PlanerInnen, ArchitektInnen, ArchäologInnen NaturwissenschaflerInnen, BauhistorikerInnen u. a.

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