Schloss Marchegg, Standort der NÖ Landesausstellung 2022, wird aktuell umfassend restauriert und revitalisiert. Spannende Einblicke gibt es im Baustellen-Tagebuch.

Baustellen-Tagebuch Schloss Marchegg

Schloss Marchegg im wunderschönen Marchfeld ist Standort der Niederösterreichischen Landesausstellung 2022. Bis Frühjahr 2022 wird es umfassend restauriert und revitalisiert. Welche Maßnahmen werden gesetzt? Was muss man bei der Renovierung eines Denkmals beachten? Welchen Einfluss hat die Baustelle auf die Störche? 
Erfahren Sie es in unserem Baustellen-Tagebuch!

März 2021

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Die Arbeiten am Schlossdach sind fertig gestellt – gerade zur rechten Zeit, denn die Weißstörche sind wieder zurück! In den nächsten Tagen werden immer mehr Heimkehrer ihre Horste auf dem Dach und in den alten Baumkronen des Schlossparks beziehen und mit ihren eigenen Ausbesserungsarbeiten beginnen. Von den Gerüsten an der Fassade und den laufenden Bauarbeiten lassen sich die Tiere nicht aus der Ruhe bringen, wie man auf diesem Foto sieht.

Frag Felix – Folge 6

© Pixel + Pony | Michi Hatzenbichler

Marchegg beherbergt Mitteleuropas größte auf Bäumen brütende Weißstorch-Kolonie. Die Weißstörche brüten nicht nur im WWF Auenreservat, sondern auch auf dem Dach des Schlosses und in den Bäumen des Schlossparks. In Folge 6 unserer Video-Serie „Frag Felix“ beantworten Felix Reinicke, Leiter des Bauamts Marchegg, und Judith Michaeler-Teixeira von der Stadtgemeinde Marchegg, die Frage, ob die Baustelle gefährlich für die imposanten Vögel ist.

Frag Felix – Folge 5

© Pixel + Pony | Michi Hatzenbichler

Welche Bereiche des Schlosses werden eigentlich renoviert? Und wie genau wird das Schloss Marchegg nach der NÖ Landesausstellung genutzt werden? 
Die Antwort gibt es im Video!

Frag Felix – Folge 4

© Pixel + Pony | Michi Hatzenbichler

Der wunderschöne Schlosspark ist nicht nur bei den BesucherInnen, sondern auch bei den Störchen und anderen Tieren beliebt. In Folge 4 beantworten wir die Frage, welche Änderungen im Schlosspark geplant sind.

Frag Felix – Folge 3

© Pixel + Pony | Michi Hatzenbichler

Wie lange wird die Renovierung des Schlosses dauern? Und was passiert eigentlich mit den ehemaligen Wohnungen im Erdgeschoss? Felix Reinicke, Leiter des Bauamts in Marchegg, beantwortet wieder einige spannende Fragen der Social Media Community.

Februar 2021

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© Region Marchfeld

Baustellen-Update: Der 1968 im Schloss Marchegg eingebaute Stahlbeton-Balkon ist bereits entfernt! Bei der Restaurierung von Schloss Marchegg werden historisch fehlerhafte Einbauten wieder korrigiert, weil großen Wert auf eine historisch akkurate Restaurierung gelegt wird.

Frag Felix – Folge 2

© Pixel + Pony | Michi Hatzenbichler

Die Störche auf den Dächern und im Park von Schloss Marchegg sind mittlerweile berühmt. Was nur wenige wissen: Im Dachstuhl des Bauwerks nisten Fledermäuse! Was das für die Bauarbeiten bedeutet, verrät Judith-Michaeler Teixeira von der Stadtgemeinde Marchegg im Video.


Frag Felix – Folge 1

© Pixel + Pony | Michi Hatzenbichler

„Warum wird das Schloss nicht gelb gestrichen?“ Diese und weitere Fragen haben uns über Social Media erreicht. In der Video-Serie „Frag Felix“ wird Felix Reinicke, Leiter des Bauamts in Marchegg, die häufigsten Fragen beantworten.

Januar 2021

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© Region Marchfeld

Die Renovierungsarbeiten liegen perfekt im Zeitplan! Das Timing ist enorm wichtig bei einem Projekt dieser Größe, schließlich wird das gesamte Schloss renoviert:

Neben der umfassenden Fassadenrenovierung werden etwa im kleinen Innenhof die historischen Rundbögen wieder geöffnet und auch die vermauerten Fensteröffnungen wieder aufgemacht. Die umfangreichen Arbeiten am Dach sind genauestens auf die Winterruhe der Fledermäuse und der Störche abgestimmt, die auf dem Dach bzw. im Dachstuhl leben. In den Innenräumen werden beispielsweise die fehlerhaften, nachträglichen Einbauten, die größtenteils aus den 50er-Jahren stammen, wieder entfernt. 
Zudem wird eine Heizung eingebaut und das gesamte Schloss wird barrierefrei erschlossen.

Winter 2020

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© Felix Reinicke

Baustellen-Update: Im Frühjahr 2022 wird Schloss Marchegg in neuem Glanz erstrahlen. Einige wenige Stücke müssen allerdings noch etwas länger auf ihren großen Auftritt warten. 

Das barocke Deckengemälde aus der ehemaligen Kapelle wird vor Beginn der Bauarbeiten demontiert und im Lauf der nächsten Monate umfassend restauriert. 2023 kann das eindrucksvolle Werk wieder im Schloss bestaunt werden.

Oktober 2020

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© NLK Pfeiffer

Offizieller Startschuss für die Vorbereitungen auf die NÖ Landesausstellung 2022!

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner führt mit dem Bürgermeister von Marchegg, Gernot Haupt, dem Landtagsabgeordneten René Lobner und mit Guido Wirth, von der NÖ Landesausstellung, den Spatenstich für die kommende Landesausstellung 2022 beim Schloss Marchegg durch.

August 2020

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© Kurt Farasin

Die berühmten Marchegger Störche sind ein wichtiger Faktor bei der Planung der Renovierungsarbeiten. Sobald sie Ende August zu ihrem Winterquartier nach Afrika aufbrechen können die Arbeiten am Dach des Schlosses beginnen! Wenn die Weltenbummler Mitte März zurückkehren, werden die Dacharbeiten abgeschlossen sein. Dann werden die Störche ihre eigenen Renovierungsarbeiten durchführen und ihre Horste für die Brutzeit vorbereiten.

Juli 2020

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© Felix Reinicke

Baustellen-Update: Um die Fassade des Barockjuwels historisch korrekt zu restaurieren, muss zuerst eine sogenannte Musterachse erstellt werden. Diese hier auf dem Foto gut zu sehen. 

Die Musterachse ist ein Teil der Fassade, an der verschiedene Untersuchungen durchgeführt und Materialien erprobt werden, die dann in die Ausschreibung der Fassadensanierung einfließen und das Sanierungskonzept bilden. Außerdem bildete die Musterachse die Entscheidungsgrundlage für die neue Fassadenfarbe – Schloss Marchegg erhält einen warmen Grauton.

Juni 2020

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© Felix Reinicke

Baustellen-Update: Um die barocken Balustraden und Skulpturen des Schlosses zu restaurieren, wurden sie aus dem Schlosspark geborgen. Die kunstvoll gefertigten Steinskulpturen werden nun vorsichtig gereinigt, fehlende Stellen werden ergänzt und nicht korrekt ausgeführte Kittungen werden korrigiert. Schließlich werden sie mit einer Kalkschlämme gefasst um sie optimal vor Wettereinflüssen zu schützen.

Sommer 2020

© Pixel + Pony | Michi Hatzenbichler

Schloss Marchegg aus der Storchenperspektive: Das Bauwerk ist eingebettet in das WWF Auenreservat Marchegg, ein 1.100 ha großes Naturschutzgebiet.

April 2020

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© Kurt Farasin

Baustellen-Update: Spannende Dinge passieren gerade im Schloss Marchegg. Die Arbeiten am Schloss haben bereits begonnen und mit ihnen die Fassadenrenovierung des Barockjuwels. 


Historische Fassadenrenovierung benötigt viel Fachwissen. Es ist nicht nur wichtig, die Fassade optisch zu renovieren, sondern auch die zahlreichen Bauphasen der historische Bausubstanz vor Wettereinflüssen zu schützen und damit dauerhaft zu sichern. In einem interessanten Prozess wird zunächst, unter Absprache mit dem Denkmalamt, Farbton und Zusammensetzung der Putze eruiert. Danach kann es losgehen!

April 2019

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© Felix Reinicke

Im Vorfeld der Renovierung wurde das Schlossgelände per Georadar und Geomagnetik geophysikalisch untersucht. Ziel war es, das archäologische Potential der Flächen zu erfassen und damit Grundlagen für eine denkmalschutzgerechte Planung des Projektes zu schaffen.


Beide Techniken zählen zu den nicht-invasiven = zerstörungsfreien Prospektionsmethoden. Schaufel und Spitzhacke waren für diese Messungen also nicht notwendig. Das Foto zeigt die Geomagnetik im Einsatz, mit der die Veränderung der Stärke des magnetischen Feldes vor Ort gemessen werden. Dabei wurde nach archäologisch relevanten Anomalien Ausschau gehalten. Im Bereich des Schlossplatzes deuten die Funde beispielsweise auf einen unter der Oberfläche liegenden Komplexbau mit Steinarchitektur hin.

Herbst 2018

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© Felix Reinicke

Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 haben zahlreiche Vorarbeiten am Schlossgelände begonnen. Ein Denkmal wie das Schloss Marchegg zu renovieren erfordert nämlich umfangreiche Vorbereitung. Sämtliche Veränderungen, die den Bestand (Substanz), die überlieferte (gewachsene) Erscheinung oder die künstlerische Wirkung des Denkmals beeinflussen könnten, bedürfen einer Bewilligung des Bundesdenkmalamtes.

Eine genaue Bestandsaufnahme und historische Erhebung war daher die essenzielle Basis für die Planung von Erhaltungs- und Veränderungsmaßnahmen am Schloss Marchegg. Dazu zählt die Bauaufnahme sowie bauhistorische, restauratorische und archäologische Untersuchungen. Zahlreiche ExpertInnen waren an den Arbeiten beteiligt: PlanerInnen, ArchitektInnen, ArchäologInnen NaturwissenschaflerInnen, BauhistorikerInnen u. a.

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