Die Trockenlegung

Trockenlegung_c-Felix-Reinicke.jpg
Schritte zur Trockenlegung
Ein weiterer wichtiger Schritt bei den Renovierungsarbeiten war die Trockenlegung. Die Feuchtigkeit musste aus den Wänden. Für die teilweise 2,2m dicken Mauern wurde hier als nachhaltige Renovierung einige Tricks angewandt, denn eine klassische Trockenlegung war aufgrund des Denkmalschutzes nicht möglich.
Daher wurden folgende Schritte durchgeführt:
    1. Die, in den 50ern Jahren, aufgetragenen Zementputze, Teeranstriche und Teerpappe wurden entfernt, da diese Feuchtigkeit in den Mauern einsperren.
      Anschließend konnte der historisch korrekte Kalkputz aufgetragen werden. Jetzt können die Mauern wieder „atmen“.
    2. Unter den Fußböden im Erdgeschoss wurde ein Unterbau mit Glasschaumschotter erstellt. Dieser saugt keine Feuchtigkeit vom Boden auf und isoliert die Wärme.
    3. Neben den Estrichen wurde ein 10-15cm breiter Verdunstungsstreifen mit Kies geschaffen. So kann die Feuchtigkeit verdunsten anstatt unter die Böden nicht ins Mauerwerk gedrückt zu werden.
    4. In allen Innenräumen wurden die Sockelbereiche temperiert und um die Fassade des Schlosses wurde ein Schotterstreifen geschüttet. Die undichte Terrasse vor dem Pavillon wurde abgedichtet und die Ableitung des Regenwassers wurde verbessert.

    Der größte Vorteil der Trockenlegung ist, dass das Schloss nun ganzjährige genutzt werden kann.

    Mein Besuch

    0 Einträge Eintrag

    Voraussichtliche Besuchszeit

    Liste senden