Geschichte lesen

Die historischen Deckenkonstruktionen von Carlo von Boog

Rudolf Schneider, Zivilingenieur für Bauwesen, untersuchte 1995 die Bausubstanz des Pavillons 2 der Landesnervenklinik Mauer. Für die NÖ Landesausstellung beschreibt er die Besonderheiten der Deckenkonstruktionen von Carlo von Boog.

1995 erhielt ich vom Bundesland Niederösterreich als Zivilingenieur für Bauwesen den Auftrag zur statisch-konstruktiven Bearbeitung der vorhandenen Bausubstanz für den Umbau des Pavillons 2 der Landesnervenklinik Mauer.

Meine überschlägige statische Berechnung ergab, dass die rein rechnerisch ermittelten Durchbiegungen der vorhandenen Stahlträger wesentlich größer sein müssten, als dies aktuell der Fall war. Bei genauerer Untersuchung stellte sich heraus, dass die Stahlträger mit Beton ummantelt waren. Dies könnte die Steifigkeit der Konstruktion positiv beeinflusst haben.

Mein Vorgänger, ebenfalls Zivilingenieur für Bauwesen, erklärte es mir so: „Die Stahlträger gehen sich statisch alleine nicht aus, aber sie – mostviertlerisch ausgedrückt – ,vaspäuln si‘ [verkeilen sich, Anm. R. S.] mit dem Beton!“ 

Ich wollte dem genauer nachgehen. Im Archiv des Österreichischen Patentamts wurde ich fündig und fand ein Patent über Betondecken, wie sie auch in Mauer verwendet wurden. 

Über den Autor:
Rudolf Schneider

Dipl.-Ing. Dr. techn. Rudolf Schneider, geb. 1941.

War Zivilingenieur für Bauwesen, gründete die ZT GmbH schneider-consult und war gerichtlicher Sachverständiger.

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